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Die Grundlage dieses Volkes ist nicht die Kirche, sondern Bildung und Wissenschaft

  • Autorenbild: GP Solidarnost
    GP Solidarnost
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Die Aussage des serbischen Bildungsministers Dejan Vuk Stanković, das Jovan-Jovanović-Zmaj-Gymnasium solle der Kirche „zurückgegeben“ werden, ist beschämend.

Das Serbisch-Orthodoxe Große Gymnasium entstand zwar mit Unterstützung der Kirche und der serbischen Gemeinschaft. Das heutige Gebäude des Jovina-Gymnasiums wurde jedoch durch die Stiftung von Baron Miloš Bajić errichtet, der es dem serbischen Volk schenkte. Diese Tatsache ist über dem Schuleingang eingraviert.

Die Verfassung der Republik Serbien garantiert, dass Serbien ein säkularer Staat ist und dass Kirche und Staat voneinander getrennt sind. Der Bildungsminister ist verpflichtet, die Verfassung zu schützen – nicht zu ihrer Missachtung aufzurufen.

Die Bürgerbewegung Solidarnost schließt sich den Eltern der Schülerinnen und Schüler des Jovina-Gymnasiums an und fordert Antworten vom Bildungsminister:

Warum wird der Schulleiter, dessen Entscheidungen zur schwersten Krise in der Geschichte der Schule geführt haben, seit zwei Jahren geschützt? Warum wird die Schule ihren Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern und den Bürgerinnen und Bürgern von Novi Sad entrissen?

Seit Jahren erleben wir den systematischen Abbau des Bildungswesens. Nun geraten auch die Gymnasien ins Visier – jene Institutionen, die Generationen von Wissenschaftlern, Künstlern, Ärzten und Staatsmännern hervorgebracht haben. Die Regierung macht sie zu Schauplätzen politischer Auseinandersetzungen. Das Jovina-Gymnasium ist kein Einzelfall, sondern ein Symbol für den Umgang des Regimes mit Bildung und freiem Denken.

„Die Grundlage dieses Volkes ist nicht die Kirche, nicht das Militär, nicht die Polizei und auch nicht irgendein Mantel in der Kirche des Heiligen Sava ... Die eigentliche Grundlage, das Wesen dieses Volkes, sind die Grund-, Mittel- und Hochschulbildung sowie die Wissenschaft. Wenn wir das nicht begreifen, haben wir keine Zukunft.“

Die Verteidigung des Jovina-Gymnasiums ist daher weit mehr als der Einsatz für eine einzelne Schule.

Sie ist ein Kampf für die Verfassung, für den säkularen Staat, für die historische Wahrheit und für das Recht unserer Kinder, in Einrichtungen ausgebildet zu werden, die den Bürgerinnen und Bürgern gehören – und nicht einem entarteten Regime und seinen Vollstreckern.

Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger von Novi Sad, ehemalige und heutige Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte sowie alle Bürger dazu auf, ihre Stimme zu erheben. Das Jovina-Gymnasium ist kein politisches Spielzeug. Es ist ein Teil der Identität von Novi Sad.

Identität wird nicht aufgegeben – sie wird bewahrt.

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