Das Bildungssystem lässt sich nicht mit Angst verbessern
- GP Solidarnost

- vor 1 Tag
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Gestern fand die öffentliche Anhörung zu den vorgeschlagenen Änderungen des Gesetzes über die Grundlagen des Bildungs- und Erziehungssystems unter eingeschränktem Zugang für die Öffentlichkeit statt. Mobiltelefone waren verboten, Journalistinnen und Journalisten wurden nur teilweise zugelassen, und die einzige vertretene repräsentative Lehrergewerkschaft bezeichnete die Anhörung als eine „Reality-Show“.
Die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen erweitern die Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zu bestrafen, und beruhen auf der falschen Annahme, dass Schulen durch Angst verbessert werden können. Das ist keine Reform. Es ist ein Eingeständnis, dass die Regierung eine freie Schule fürchtet.
Die Bürgerbewegung Solidarnost schlägt einen anderen Weg vor:
Kinder und Jugendliche müssen aktive Mitglieder ihrer Schulgemeinschaft sein. Das Recht, sich zu organisieren und sich in Schülervertretungen zu engagieren, ist kein Privileg, sondern eine Schule der verantwortungsvollen Bürgerschaft.
Lehrkräfte müssen Partner sein – nicht Ziel disziplinarischer Maßnahmen. An den Landesdurchschnitt angepasste Gehälter, weniger Bürokratie, ein Tarifvertrag sowie Schutz vor willkürlichen Suspendierungen sind die Mindestvoraussetzungen für berufliche Würde.
Auch Eltern müssen stärker in das Schulleben eingebunden werden. Elternvertretungen mit echten Entscheidungsbefugnissen sind keine Gefahr für das Bildungssystem, sondern dessen Partner.
Das Beispiel des Jovina-Gymnasiums in Novi Sad spricht für sich. Anstatt aus diesem Fall Lehren über Vertrauen und Zusammenarbeit zu ziehen, schlägt der Bildungsminister vor, die Schule zur Wiederherstellung der „Ordnung“ der Kirche zu übergeben. Eine Lehrerin entgegnete: „Das führt uns in die entgegengesetzte Richtung der Zukunft.“ Dem stimmen wir zu.
Bildung ist das Einzige, was eine Generation der nächsten verlässlich weitergeben kann – die Fähigkeit, kritisch zu denken und Verantwortung zu übernehmen. Eine Regierung, die diese Werte durch Angst und Kontrolle ersetzt, hat weder Vertrauen in ihre Kinder noch in die Zukunft.
Die öffentliche Konsultation läuft bis zum 23. August 2026.
Stellungnahmen können an folgende Adresse gesendet werden: javna.rasprava@prosveta.gov.rs
Bis zum Sieg.



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