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Talibanisierung der Bildung: Serbien am Rand eines klerikalen Staates

  • Autorenbild: GP Solidarnost
    GP Solidarnost
  • vor 3 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Serbien steht nur einen Schritt vor der Dunkelheit eines klerikalen Staates. Die Talibanisierung des Bildungssystems ist längst keine Warnung mehr, sondern ein staatlich-kirchliches Projekt.

Wenn Metropolit Irinej erklärt, dass die Serbisch-Orthodoxe Kirche eine „kirchliche Universität“ gründet und gleichzeitig die staatlichen Universitäten als „Kataklysmus“ bezeichnet, ist das die Ankündigung eines Programms zur Delegitimierung der öffentlichen Universitäten und ihrer klerikalen Ersetzung.

Wenn zugleich in Niš durch administrativen Zwang des Bildungsministeriums und unter politischem Schutz des Regimes Studienprogramme von der Philosophischen Fakultät entfernt und auf die neu gegründete Fakultät für Serbische Studien übertragen werden, dann handelt es sich nicht mehr um vereinzelte Maßnahmen. Es zeigt sich ein Muster. Es zeigt sich eine regimegesteuerte Operation zur Übernahme des Bildungssystems und seiner ideologischen Unterordnung unter radikale parteiliche und kirchliche Kontrolle.

Das ist keine Reform, keine Sorge um Wissen und keine Erneuerung der Bildung. Es ist eine kleronationalistische Entführung der Bildung, eine Faschisierung des öffentlichen Raums durch Disziplinierung des Denkens, Unterdrückung des Pluralismus und die Ersetzung kritischen Wissens durch eine gefährliche Ideologie.

Das Regime von Aleksandar Vučić und die Führung der Serbisch-Orthodoxen Kirche streben offensichtlich eine Universität an, die gehorsame Subjekte einer national-klerikalen Ordnung hervorbringt.

Solidarnost ruft alle wohlmeinenden Bürger dazu auf, sich dringend gemeinsam gegen die Versuche zu stellen, Bildung in ein Feld politischer Rache, kirchlicher Kontrolle und gefährlicher ideologischer Gleichschaltung zu verwandeln. Die Verteidigung der Universität gegen die nationale Talibanisierung ist zugleich die Verteidigung des verfassungsmäßig säkularen Staates und der europäischen Zukunft Serbiens.

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